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Das Gewand Frederiks VII.

Frederik VII. sammelte Uniformen und Orden. Er kleidete sich gerne schick, und ein Großteil seiner interessanten Garderobe ist heute noch erhalten. Frederik VII. war der erste dänische König, der als Ehrenbefehlshaber fremder Regimente ausländische Uniformen trug. In dieser Generalsuniform der „Leibgarde zu Fuß“ ließ er sich vom Hofmaler Wilhelm Gertner abbilden. Das Porträt zeigt den König in Galauniform. Die Uniform besteht aus einem Waffenrock mit Generalsabzeichen an den Schultern, am Kragen und den Ärmeln. Die Hose ist an den Seiten mit Goldbändern versehen; die Patronentasche hängt an einem Goldriemen schräg über der Brust. Gürtel und Schärpe um die Taille sind aus Goldfaden genäht. An der Seite ein schwedischer Generalssäbel, den Frederik VII. von seinem Freund, dem schwedischen König Carl XV., geschenkt bekommen hatte. Er trägt zahlreiche Orden – um den Hals das Großkommandeurszeichen des Dannebrogordens und auf der Brust einige Miniaturorden: das Ehrenzeichen der Träger des Dannebrogordens, den schwedischen Schwertorden sowie die Bruststerne des Elefanten- und des Dannebrogordens. Die Miniaturorden werden getragen, wenn man die Auswahl zwischen mehreren Orden hat. Frederik VII. besaß ca. 60 dänische und ausländische Orden sowie zahlreiche Embleme und Medaillen.

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Die Geschichte des Schlosses

Die Geschichte des Schlosses Das 400 Jahre alte Renaissanceschloss wurde von Christian IV. erbaut, der mit seiner schillernden Persönlichkeit die dänische Geschichte sehr stark prägte. Christian IV. hielt sich sehr gerne auf Rosenborg auf, das schnell zu seiner Lieblingsresidenz und zum Rahmen zahlreicher wichtiger Ereignisse wurde. Heute können Besucher eine Reise in die Vergangenheit unternehmen und anhand von persönlichen Gegenständen des Königs und seiner Nachkommen das alltägliche und festliche königliche Leben nachempfinden. Die Räume und Säle zeugen von Pomp und Pracht, aber auch von Eigenheiten, Geheimnissen und einer Weltsicht, die in vielerlei Hinsicht an unsere heutige erinnert – und in anderer Hinsicht meilenweit davon entfernt ist. Die Königlich Sammlung zeigt die dänische Geschichte aus königlicher Perspektive Die Königlich Dänische Sammlung ist die für die Museen der Schlösser Amalienborg und Rosenborg zuständige Organisation, die sammelt, forscht, bewahrt und vermittelt. In der Begegnung mit den Ausstellungen möchten wir unseren Besuchern die Möglichkeit bieten, lebendige Geschichte zu erkunden. Unserer Ansicht nach sollen die Museen die Besucher durch Lernen, Wundern, Faszination und Einfühlung in ihren Bann ziehen. Ebenso wichtig ist eine gegenwartsnahe Vermittlung der Geschichte – Amalienborg und Rosenborg sind zwar Ausdruck ihrer jeweils eigenen Zeit, doch das Erlebnis der königlichen Räume soll mit der Zeit gehen. Wir entwickeln laufend neue Vermittlungsmethoden und richten oftmals den Fokus auf verschiedene Themen, so dass es immer einen guten Grund gibt, uns (wieder) zu besuchen.   Vom Lustschloss zur Lieblingsresidenz Das mittelalterliche Kopenhagener Schloss war hoffnungslos veraltet, so dass dem jungen und ambitionierten Renaissancefürsten Christian IV. ein passendes Domizil in der Hauptstadt fehlte. 1606 erwarb er daher 40 Grundstücke außerhalb der nördlichen Wallanlage, die nicht nur Platz für sein Lustschloss, sondern auch für einen prächtigen Park und einen Nutzgarten zur Versorgung des Hofes boten. Die Anfänge des Schlosses als kleine Eremitage waren bescheiden, doch innerhalb von 28 Jahren erlebte es vier Bauphasen und wurde 1633 in seiner heutigen Form vollendet. Christian IV. hielt sich sehr gerne hier auf und machte das Schloss zu seiner Lieblingsresidenz. Diese Liebe war so groß, dass er auf dem Totenbett im Schloss Frederiksborg den Befehl erteilte, ihn mit dem Schlitten nach Rosenborg zu transportieren, um dort aus dem Leben zu scheiden. Dies geschah schließlich im Schlafgemach des Königs. Die Architektur Mit seinen hohen Türmen und dem mit Sandsteinornamenten verzierten roten Mauerwerk präsentiert sich Schloss Rosenborg heute als bedeutender Vertreter der Bautätigkeit Christians IV. und trotz zahlreicher Veränderungen wie aus einem Guss. Erbaut wurde es im charakteristischen niederländischen Renaissancestil, der so typisch wurde für dänische Bauwerke aus jener Zeit. Als königliche Baumeister des Schlosses fungierten die Architekten Bertel Lange und Hans van Steenwinckel. Christian IV. wusste viel über Architektur und widmete sich seinen Bauwerken mit Leib und Seele. Sein persönlicher Beitrag zur Entstehung von Schloss Rosenborg wird häufig diskutiert, doch steht zweifelsfrei fest, dass viele Ideen von ihm stammten. Die vier Bauphasen des Schlosses Die Jahre 1605-1606 Das Lusthaus, das heute den Kern der südlichen Hälfte von Rosenborg ausmacht, war zweistöckig, mit einem von einer Spitze gekrönten Treppenturm in Richtung Stadt und einem Erker als Pendant auf der Ostseite. 1611 wurde ein Torturm mit einer Zugbrücke errichtet, der den Mittelteil des heutigen Torhauses bildet. Das Schloss in den Jahren 1613-15 Im Laufe der drei Jahre wurde das Lusthaus auf das Doppelte erweitert. Dadurch erhielt das Gebäude seine heutige Länge, war aber weiterhin nur zweistöckig. Auf der Ostseite hatte das Schloss jetzt zwei Erker und dazwischen einen Treppenturm. Das Schloss in den Jahren 1616-24 1615 war das Gebäude bezugsfertig; die Bauarbeiten gingen aber im nächsten Jahr weiter. Das Schloss wurde um das Stockwerk erhöht, das den Rittersaal umfasst, und die Erker wurden in die heutigen Türme mit spitzem Abschluss umgebaut. Auf der Westseite entstand der große Turm. Die Bauarbeiten endeten 1624, und im gleichen Jahr bezeichnete Christian IV. sein „großes Haus im Garten“ erstmals als Rosenborg. Das Schloss im Jahre 1633 Noch immer fehlte dem Schloss ein passender Zugang zu den offiziellen Gemächern im ersten und zweiten Stock. Dieses Detail wurde noch sehr viel wichtiger, als Christian IV. 1634 die überschwängliche Hochzeit seines Sohnes Christian mit Magdalena Sibylla ausrichten sollte. Der vorhandene Treppenturm wurde abgerissen und ersetzt durch den heutigen Treppenturm und eine äußere Doppeltreppe, die von den Außentüren an den Seitentürmen in die erste Etage führten. Die innere Treppe des Turms verband anfangs nur den ersten und den zweiten Stock und wurde erst 1758, als man die äußere Treppe abriss, ins Erdgeschoss weitergeführt. Rosenborg als königlicher Wohnsitz Rosenborg diente als königlicher Wohnsitz bis ca. 1710, als der Urenkel Christians IV., Frederik IV., anderen und zeitgemäßeren Sommerresidenzen den Vorzug gab. Stattdessen machte er das Schloss zum Rahmen für die Königlich Dänischen Sammlungen. Und das ist der Grund für die vielen gut erhaltenen Interieurs, die eine Besonderheit von Rosenborg sind. Ursprünglich war das Schloss so eingerichtet, dass sich die Privatgemächer im Erdgeschoss befanden. Dem König stand das nördliche, der Königin das südliche Ende zur Verfügung. Im Mittelteil befand sich ein quer verlaufender Vorraum, von dem aus eine Holztreppe in den ersten Stock führte. Hier nahm der „Rote Saal“, der Festsaal aus dem ersten Lusthaus, den gesamten südlichen Teil ein. Der Mittelteil umfasste einen Vorraum und am nördlichen Ende lag das Audienzgemach des Königs. Die Verteilung der Räume rund um den Rittersaal im zweiten Stock ist unverändert. Unter Frederik III. tauschten König und Königin die Wohnbereiche im Erdgeschoss und die Räume wurden so ausgeschmückt, wie es einem absolutistischen König würdig war. Frederik III. ließ zudem im nördlichen Turm einen „hoch fahrenden Stuhl“ (Aufzug) anbringen. Christian V. hinterließ sein wichtigstes Vermächtnis im Rittersaal in Form von 12 Gobelins mit Darstellungen seiner Siege im Nordischen Krieg von 1674-79. Frederik IV. ging da schon radikaler zur Sache. Der quer verlaufende Vorraum wurde in den Steinkorridor und das Dunkle Zimmer unterteilt, das der König als gemeinsames Schlafzimmer des Regentenpaares einrichten ließ. Die Raumaufteilung im ersten Stock wurde so verändert, wie sie sich heute präsentiert. Nach Frederik IV. wurde Rosenborg nur zweimal als königlicher Wohnsitz genutzt – in beiden Fällen handelte es sich um eine Notsituation: nach dem Brand von Schloss Christiansborg 1794 und während des britischen Angriffs auf Kopenhagen 1801.