Schachbuch des Herzogs August von Braunschweig-Lüneburg, 1616/1617

Herzog August war einer der belesensten und bestausgebildeten Fürsten Europas. Die berühmte Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel ist nach ihm benannt. In seiner Jugend verfasste er das erste deutschsprachige Schach-Lehrbuch – Das Schach- oder König-Spiel. Das Buch erschien unter dem Pseudonym Gustavus Selenus. Gustavus ist ein Anagramm von Augustus, während Selenus von Selene = Luna abgeleitet ist und damit auf Lüneburg hinweist. Das Buch ist heute eine große Rarität, nicht zuletzt in dem scheinbar kompletten Zustand wie hier.

Beziehungen

Forschung

Die Handbibliothek S.M. des Königs bietet gute Forschungsmöglichkeiten innerhalb vieler Bereiche und hat im Laufe der Jahre die Grundlage für zahlreiche wissenschaftliche Publikationen gebildet. Die Bibliothek umfasst einzigartige Sammlungen zum Thema Geschichte – insbesondere zur Geschichte des Königshauses, zu Genealogie und Personengeschichte, Architektur- und Kunstgeschichte, Literaturgeschichte, Musikgeschichte, Heraldik, Kartografie, Buchgeschichte und Buchhandwerk. Außerdem ist reichlich Sekundärliteratur zu diesen Themen vorhanden. Die Handbibliothek hat u. a. zu folgenden Publikationen beigetragen: • Erik Pontoppidan, Den Danske Atlas, Tomus I-VII, Faksimile-Ausg. von Rosenkilde & Bagger, Kopenhagen 1969. • Hilfelings skaanske tegninger, Faksimile mit Kommentaren, hrsg. von Dansk-skaansk Forening, Kopenhagen 1977. • Prøver af Grønlandsk Tegning og Trykning 1857-61 von Hinrich Rink, Faksimile mit Vorwort von Bodil Kaalund, Forum, Kopenhagen 1980. • Claus Røllum-Larsen, Frederik IX og musikken. Musikhistoriske studier i det danske Kongehus, hrsg. von der Handbibliothek Ihrer Majestät der Königin und Poul Kristensens Forlag, Kopenhagen 1990. • Norske Reise Anno 1733. Beskrivelse af Kong Christian 6. og Dronning Sophie Magdalenes Reise til Norge 12. Maj – 23. September, Faksimile-Ausgabe der Handbibliothek Ihrer Majestät der Königin und Poul Kristensens Forlag, Kopenhagen 1992. Ausgewählte Literatur über Geschichte und Sammlungen der Handbibliothek: • Klaus Kjølsen, Hendes Majestæt Dronningens Håndbibliotek 1746-1996. / Her Majesty The Queen’s Reference Library. Abridged version by Christian Gottlieb, Odense Universitetsforlag 1997. • H. P. Rohde, Christian X’s Bibliotek, in: Den Røde Tråd. Boghistoriske studier, Poul Kristensens Forlag, Herning 1985. • C. Rise Hansen, The Private Library of Her majesty the Queen – Hendes Majestæt Dronningens Håndbibliotek, in: Sources of the history of North • Africa, Asia and Oceania in Denmark, K. G. Saur Verlag, München – New York – London – Paris & The Danish National Archives, 1980, S. 17-46. • H. P. Clausen, En kongelig gave: P.C. Klæstrups tegninger i Dronningens håndbibliotek, Convivium: Årsskrift for humaniora, kunst og forskning 1979, Kopenhagen 1979, S. 20-43. • Holger Ehrencron-Müller, Hans Majestæt Kongen af Danmarks Bibliotek, Nordisk tidskrift for bok-og biblioteksväsen IX, 1922, S. 168-184.

Über die Handbibliothek

Die Handbibliothek Seiner Majestät des Königs ist die private Bibliothek des Königshauses und wurde 1746 von Frederik V. gegründet. Sie umfasst die Sammlungen der dänischen Monarchen an Büchern, Handschriften, Karten, Bildern, Fotos, Musik u. a. Die Bibliothek ist im Palais Christians VIII. auf Schloss Amalienborg sowie auf Schloss Christiansborg untergebracht. Die Sammlungen umfassen ca. 3 km Regalfläche. Den größten Teil bildet die weiter wachsende Büchersammlung von ca. 100.000 Bänden vom ausgehenden 15. Jahrhundert bis heute. Zu den etwa 12.000 geografischen Karten der Kartensammlung von ca. 1650 bis ca. 1900 gehören zahlreiche einzigartige und seltene Karten, vor allem von Europa, darunter insbesondere von Dänemark und ehemaligen dänischen Territorien, aber auch der Rest der Welt ist repräsentiert. Die Zeichnungs- und Graphik-Sammlung enthällt Architekturzeichnungen und Portraits, historische oder topographische Blätter in verschiedenen graphischen Techniken, sowie hunderte von Handzeichnungen dänischer und europäischer, nicht zuletzt deutscher, Künstler aus dem 19. Jahrhundert. Die Königlich Photographische Sammlung enthällt mehr als 50.000 Photographien. Endlich gibt es eine Film- und eine Musiksammlung, die hauptsächlich von Frederik IX stammt, sowie archivalische Sammlungen. Als Teil der Königlich Dänischen Sammlung ist die Handbibliothek Standort von reichhaltigem Quellenmaterial über das Königshaus sowie die Geschichte und Kultur Dänemarks. Sie trägt häufig zu Ausstellungen und Publikationen bei und ist mit gewissen Einschränkungen für die Öffentlichkeit zugänglich. Die meisten Kataloge der Bibliothek können im Internet durchsucht werden. Mehr über die Geschichte der Handbibliothek erfahren Sie hier.